Masken und Fassaden - 03.03.2014

Ich bin immer wieder von mir selber überrascht, wenn ich eigentlich am liebsten weinen und schreien würde, dass ich in der Schule lachen kann. Sobald ich jemanden sehe, setze ich eine Maske auf, unabhängig davon, wie schlecht es mir geht. Und ich werde da sicherlich nicht die Einzige sein. Die wenigsten geben einem die Möglichkeit hinter diese Maske zu schauen und den echten Menschen dahinter kennen zu lernen. Immer, wenn man sich auf jemanden einlässt, weiß man nicht, ob man den echten Menschen kennen lernt. Immer wieder läuft man Gefahr, auf diese Maske hereinzufallen und verletzt zu werden. Mein ehemals bester Freund hat sich komplett verstellt, nur um an mich heranzukommen. Als ich das erfahren habe, war das ein ziemlicher Schock. Meine Mutter hat zwei Mal hintereinander erst nach langer Zeit gemerkt, auf was für Arschlöcher sie sich eingelassen hat. Alle reden immer davon, dass wir auf dem zu einer gläsernen Gesellschaft sind und, dass das schlecht wäre, weil man keine Privatsphäre mehr hätte und so weiter. Ich frage mich, ob es dann nicht wesentlich leichter wäre hinter diese Fassade zu schauen, wenn man verfolgen kann, was die Leute schreiben und von sich preisgeben. Oft ist es ja so, dass man aus einer Laune heraus etwas schreibt oder veröffentlicht, wodurch das Ganze viel echter wird. Oder nicht? Allerdings kann man da ja auch nur noch viel mehr Mist erzählen, als in der Realität. Ich weiß es nicht. Es wird niemals eine Garantie dafür geben, dass man nicht auf irgendeine fiese Nummer hereinfällt. Man muss Risiken eingehen. Das hab ich inzwischen schon so oft gehört… Irgendwie haben sich die Risiken aber nie gelohnt (ja, ich weiß, dass ich erst 16 bin…). Im Endeffekt muss man entscheiden, welche Personen es einem Wert sind, dass man Risiken für sie eingeht. Wie Gus in „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ von John Green sagt: „Man kann sich nicht aussuchen, ob man verletzt wird, oder nicht. Man kann nur bestimmen, von wem man verletzt wird.“

3.3.14 19:55

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bisher 2 Kommentar(e)     TrackBack-URL


me.the-real-one / Website (3.3.14 20:10)
Ich liebe das Buch "Das Schickal ist ein mieser Verräter". Man kann bei dem Buch lachen und weinen. Ich habe auch mal ein Zitat aus dem Buch als Eintrag gebloggt. Vielleicht hast du Lust dir ihn mal durchzulesen. Ach keine Ahnung.. Hier ist auf jeden Fall der Link:
http://me.the-real-one.myblog.de/me.the-real-one/art/8023972/Das-Schicksal-ist-ein-mieser-Verrater
Achso und das hab ich jetzt irgendwie vergessen zu erwähnen: ich mag deinen Eintrag. Er ist so wahr


LaPerumana (10.3.14 20:34)
Ja, ich finde das Buch auch toll. Wir haben das vor einem Jahr in Englisch gelesen und ich hab meine Lehrerin fast wahnsinnig gemacht, weil ich das an einem Abend ausgelesen hatte. es hat mich einfach nicht mehr losgelassen.
Danke für den lieben Kommentar

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