Dunkle Kapitel der deutschen Geschichte

Dieses Jahr ist das Jubiläum: 100 Jahre erster Weltkrieg, 70 Jahre zweiter Weltkrieg. Zu diesem Anlass haben die Stiftung evz (Erinnerung, Verantwortung, Zukunft) und die Leute der Kriegsgräberstätten verschiedene Veranstaltungen organisiert. Unter anderem ein Theaterstück, dass sich mit dem Thema der Euthanasie zu Zeiten Hitlers auseinandersetzt. Mama hat dafür gesorgt, dass wir uns dieses Stück ansehen. Das Stück heißt "Ännes letzte Reise" und handelt vom Leben einer geistig Behinderten, die, wie viele tausende Menschen, als "erbkranke Ballastexistenz" eliminiert wurde. Änne, ihre Familie, Ärzte und Schwestern wurden von zwei Schauspielern dargestellt, die immer wieder zwischen allen Charakteren wechselten. Für mich war es dadurch manchmal ein wenig schwierig auseinander zu halten, wer gerade mit wem sprach. Per Beamer wurden immer wieder Bilder aus Ännes Leben eingeblendet, das stellvertretend für viele, viele andere dargelegt wurde. Es endete mit den berühmten und verhassten Duschen. Keine leichte Kost und trotzdem sehr wichtig, dass man sich damit beschäftigt, da es teil der deutschen Geschichte ist und definitiv ein Teil, für den man im Ausland doch hin und wieder angefeindet wird. Es ist so traurig, dass so viele liebe Menschen eiskalt ermordet wurden nur, weil sie den Nationalsozialisten nicht passten. Wie in dem Stück sehr treffend formuliert: "Zu groß, zu klein, zu dick, zu dünn, zu hell, zu dunkel, zu jung, zu alt, zu blond, zu schwarz, zu... anders." Denn so war es im Grunde, alle, die anders waren, oder krank, wurden eliminiert. Gerade der Gedanke, dass zum Beispiel ein total liebes Mädchen mit Downsyndrom, dass ich aus meiner Grundschulzeit kenne, oder mein Vater, der psychische Probleme hat, zu der Zeit hätten "duschen" gehen müssen, ist immer wieder erschreckend. Man sollte die Deutschen nicht mehr auf Grund dieser Taten verurteilen, aber man sollte die damaligen Geschehnisse auch nicht vergessen. Und dafür sind solche Veranstaltungen und auch Gedenkstätten sehr wichtig. Wer sich gerne über die evz und das aktuelle Programm informieren möchte: http://www.stiftung-evz.de/start.html Im Lichthof in Berlin ist auch eine Ausstellung zum ersten und zweiten Weltkrieg, falls jemand interessiert ist (ich will hier um Gottes willen keine Werbung machen, aber vielleicht interessiert ja doch den ein oder anderen, der hier mal reinschaut).

13.3.14 20:05, kommentieren

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Wochenbilanz - 10.03.14

Eigentlich wollte ich das ja gestern schon machen, aber es ist immer so wenig Zeit. Tja, was habe ich letzte Woche erreicht? Wahrscheinlich weniger als ich wollte, wie immer. Ich war Mittwoch arbeiten, wie immer, und meine Chefin war da... Immer wieder schön zu hören, dass das Geld später kommt, aber wenigstens wird einem das mal gesagt. Ich hab viel für Bio gelernt und die Klausur auch recht gut gemeistert (hoffe ich zumindest). Bio ist echt mit eines der schlimmsten Fächer, aber nur wegen Frau W. Es wurde wieder viel für unser Theaterstück geprobt, ob ich mir das nächstes Jahr noch einmal antue, weiß ich noch nicht. Einerseits macht es echt Spaß in eine Rolle zu schlüpfen, aber andererseits ist unser Stück doof und in den letzten drei Wochen wird dann erst das Stück richtig in Angriff genommen und man muss ständig aus dem Unterricht raus. Nächste Woche ist Aufführung und dann hab ich meine Ruhe. Mein Engel kommt jetzt wohl doch nicht... Schon lustig, wie man mansche Menschen zu glauben scheint und dann doch wieder nicht. Der Kurs Lebenrettende Sofortmaßnahmen am Samstag war weniger schlimm als gedacht, tatsächlich sogar ganz cool. Zumindest hab ich jetzt schon den ersten Schritt in Richtung Führerschein. Irgendwie ist Mama da viel aufgeregter als ich. Wahrscheinlich, weil der Führerschein dann ein Schritt in Richtung Autonomie für mich ist und ein deutliches Vorankommen im Erwachsenwerden dokumentiert. Eltern tun sich da ja immer ein wenig schwer... Ich hoffe nur, dass ich die Prüfungen im ersten Anlauf schaffe. Gestern haben wir das herrliche Wetter genutzt und waren fast drei Stunden mit dem Hund unterwegs auf dem Fahrrad. Wir wussten zwischendurch zwar nicht mehr wo wir sind, aber es war trotzdem sehr schön. Die Tanzstunde war auch toll gestern. Wir haben eine wunderschöne Walzerfolge gelernt (Kreisel mit außenseitlichem Wechsel oder so ähnlich) und C. war lieb zu mir. Das könnte aber auch an seinem Kater gelegen haben - ich weiß schon, warum ich die Finger vom Alkohol lasse... Zum Abschluss noch ein Zitat von Victor Hugo. "Es gibt nichts Schöneres, als geliebt zu werden. Um seiner selbst Willen, oder vielmehr trotz seiner selbst." Vielleicht steht man sich manchmal viel zu sehr selbst im Weg, um zu erkennen, dass es doch jemanden gibt, der einen liebt...

10.3.14 20:31, kommentieren